GHK-Cu
Tripeptid-Kupfer-Komplex · Glycyl-L-Histidyl-L-Lysine + Cu²⁺
GHK-Cu ist ein körpereigenes Tripeptid (drei Aminosäuren — Glycin, Histidin, Lysin), das einen Kupfer-Komplex bildet. Es spielt eine Rolle bei Wundheilung, Kollagen-Synthese und Hautregeneration. In präklinischen Studien zeigt es antioxidative Effekte und beeinflusst Genexpression. Außerhalb der Kosmetik (in der GHK-Cu in einigen Cremes verwendet wird) ist es in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen.
Wie GHK-Cu in Studien beschrieben wird.
Bindet Kupfer-Ionen und moduliert Wundheilung, Kollagen-Synthese und Genexpression.
GHK ist ein natürlich vorkommendes Tripeptid aus drei Aminosäuren: Glycin, Histidin und Lysin. Es wurde 1973 von Loren Pickart in menschlichem Blutplasma entdeckt. Mit dem Alter sinken die GHK-Werte im Körper deutlich — bei 60-Jährigen liegen sie etwa ein Drittel niedriger als bei 20-Jährigen.
GHK bildet einen sehr stabilen Komplex mit Kupfer-Ionen (Cu²⁺) — daher die Bezeichnung GHK-Cu. In dieser Form moduliert es eine ganze Reihe biologischer Prozesse: Es fördert die Kollagen- und Elastin-Synthese in Fibroblasten, hat antioxidative Eigenschaften, beeinflusst die Wundheilung und reguliert in Zellkultur-Studien die Expression von etwa 4.000 Genen — viele davon mit Bezug zu Reparatur- und Regenerations-Prozessen.
Was die Forschung zeigt.
Drei Schwerpunkte in der Literatur — Wundheilung, Hautregeneration, Genexpression.
Genexpressions-Profil
Pickart et al. (2012) analysierten den Effekt von GHK-Cu auf 4.034 Gene in menschlichen Hautzellen — viele Reparatur- und Regenerationsgene werden hochreguliert.
Hautregeneration
Leyden et al. (2002): GHK-Cu-Creme verbesserte in einer 12-wöchigen Studie an 67 Frauen mit lichtgealterter Haut Falten-Tiefe und Hautelastizität signifikant gegenüber Placebo.
Wundheilung
Mehrere Tierstudien (Maus, Ratte, Schwein) zeigen beschleunigte Wundheilung und reduzierte Narbenbildung nach topischer GHK-Cu-Anwendung.
Wo wir vorsichtig bleiben.
Solides Studienprofil, aber wenige große Doppelblind-Studien am Menschen außerhalb von Kosmetik-Kontexten.
Bioverfügbarkeit oral schwach
Oral aufgenommen wird GHK-Cu im Magen abgebaut. Wirksam nur topisch (auf der Haut) oder injiziert — wobei letzteres regulatorisch nicht zugelassen ist.
Kosmetik vs. Arzneimittel-Grenze
Als Kosmetik-Wirkstoff weit verbreitet, aber kosmetische Wirksamkeits-Beweise unterliegen weniger strengen Regeln als Arzneimittel-Studien.
Optimale Konzentration unklar
Studien verwenden Konzentrationen von 0,01 % bis 5 %. Welche Konzentration optimal wirkt, ist nicht abschließend geklärt.
Kupfer-Sensitivität
Bei sehr empfindlicher Haut oder Kupfer-Allergie kann GHK-Cu Reizungen auslösen. Bei einigen Personen Allergie-Risiko.
Inhaltlicher Hinweis
GHK-Cu ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Als kosmetischer Wirkstoff in einigen Cremes erhältlich, wo es kosmetik-rechtlichen Anforderungen unterliegt. Eine medizinische Anwendung als Forschungspeptid ist nicht zulässig. Diese Übersicht dient Bildungszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung. Details: Rechtslage Deutschland.
Worauf wir uns stützen.
Primärliteratur und peer-reviewed Studien — keine Forenbeiträge oder Anbieter-Blogs.